Gartentherapie ist für alle Alterstufen, Krankheitsbilder und Einschränkungen geeignet, und kann in jedem Fachbereich zum Einsatz kommen, sofern der Mensch die Natur und das Arbeiten in und mit der Natur schätzt.

Für manche Menschen hat die Arbeit im eigenen Garten einen hohen Stellenwert. Aufgrund von plötzlicher Erkrankung, altersbedingten Einschränkungen und anderen Geschehnissen ist es oftmals nicht mehr möglich dieser Tätigkeit nachzugehen. Gezielte therapeutische Betreuung ermöglicht das Durchführen solch wertgeschätzter Tätigkeiten.

In der Ergotherapie kann der gezielte Einsatz von gartentherapeutischen Maßnahmen und Mittel zielführend eingesetzt werden.

Mögliche Therapiemaßnahmen können sein:

  • sensomotorisches Training (Training von Gleichgewicht, Fein- und Grobmotorik, Ausdauer, Koordination, Kraft durch Arbeiten in verschiedenen Ausgangslagen, Fortbewegen auf unebenen Untergrund, gärtnerische Tätigkeiten)
  • Sensibilitäts- und Wahrnehmungsförderung (fühlen, spüren, riechen, Umgang mit div. naturnahen Materialien, …)
  • kognitive Förderung bei der Durchführung gärtnerischer Tätigkeiten und Verarbeitung (Handlungsplanung, Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit, Orientierung – Jahreszeiten bewusst wahrnehmen, …)
  • sozioemotionale Förderung (Erinnern, Selbstwert, Steigerung des Wohlbefindens, Interessensverwirklichung, …)